2018 AlaskaMan Xtreme

21 Juli 2018

Alaskaman Xtreme Finisherin

Fast 3 Wochen vorher, reisten Max und ich in die USA nach Alaska, Zielflughafen Anchorage.
Im Gepäck 2 Fahrräder 🙂 Denn Max stellte sich der Herausforderung beim Fireweed 400 zu starten. Das ist ein Radrennen bei dem verschiedene lange Strecken gestartet werden können. Selbstverständlich war Max für die 400 Meilen gemeldet.

Supporten durfte ich meinen Schatz. 26,5h saß er im Sattel, bei Wind, Regen, Sonne, Kälte, Hitze. Wir fuhren an wunderschönen Gletschern, Wasserfällen vorbei, sahen Elche, Bären und Max fuhr motiviert Meile für Meile. Der gesamt 2. Platz, die Qualifikation für das RAAM und eine überstolze, megaglückliche Freundin war sein Lohn der 640km

Gletscher voraus – zwar wunderschön, bringt aber immer kalten Wind

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Aber nun zu meinem Rennen.

Um 4:45Uhr fiel der Startschuss. Es war schon hell, das Meer aber tiefschwarz und kalt. 11 Grad am Start der 4,2km langen Schwimmstrecke. In der Mitte für ca. 800m dann nur noch 8 Grad, da hier ein Wasserfall ins Meer sprudelte und auch noch Wellen mitbrachte. Seeottern begleiteten die Schwimmer dann auch ans Ufer. 1,5h benötigte ich für das Schwimmen und war sowas von glücklich, als Max mich im Arm hielt und mir half, dass ich so schnell wie möglich auf das Rad wechseln konnte. Erstaunlicherweise war mein Körper gar nicht so sehr unterkühlt und unser Wechsel funktionierte perfekt. Dann ging es auf die 186 km lange Radstrecke, von Seward nach Girdwood. Wind immer von vorne. Gebe zu, hier habe ich mich etwas verrechnet. Dachte den Radpart “locker” mit 5:45h zu schaffen. Tja, hat sich Blondie verschätzt. … Die Kälte vom Schwimmen und den ständigen Gegenwind und den teilweise schlechten Strassenbelag leider nicht mit einkalkuliert. Die Aussentemperaturen waren perfekt. Alaska zeigte sich von seiner schönsten Seite. Sonne, kühler Gegenwind, ca. 24 Grad, Landschaft teilweise atemberaubend gigantisch wunderschön,… aber weiss, sowas gehört in keinen Racebericht … lach
Also, weiter im Text. Etwas über 6 Stunden benötigte ich auf dem Rad und war beim Wechseln in die Laufschuhe eigentlich schon etwas müde und ausgepowert, dennoch lief alles bis zum Halbmarathon relativ gut. Hügel rauf, Hügel runter, nur die ersten 5km auf Teer, sonst alles offroad. 16 km vor Ende der 44 zu laufenden Kilometern, kommt man erneut in die T2 und der Supporter muss mitlaufen. Ab dann geht es hoch. 2x ist ein Berggipfel zu erlaufen, “ergehen” und plötzlich kam mein absoluter Einbruch. Hätte mich Max nicht so motiviert, wäre ich diesmal vielleicht aus dem Rennen. Aber so sind wir zusammen, gemeinsam weiter gewandert und haben nach 7,5h auch den Laufpart gemeistert. Überglücklich überquerte ich nach 15 Stunden 36 Minuten mit Max die Ziellinie des härtesten Xtreme Triathlons den ich gestartet bin. – I am an AlaskaManWoman – Dingdidldingdungding

Bilder (c) Andy Romang

Bilder (c) Andy Romang

Bilder (c) Andy Romang

 

 

 

 

 

 

Wurde 5. Frau gesamt von 31 gemeldeten und habe die Masterclass gewonnen.

Insgesamt waren 198 Teilnehmer gemeldet. Davon gingen 152 an den Start und 129 Teilnehmer erreichten das Ziel.

 

Ein langer aber wunderschöner Tag

Wann und Ob ich noch einen Extremetriathlon starten werde, steht noch in den Sternen. Denke mit dem SwissMan, NorseMan, CeltMan, Janosik und jetzt dem AlaskaMan habe ich die schönsten und extremsten bereits finishen dürfen.

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