2018 Ötztaler Radmarathon

02 September 2018

Nachdem mich im Februar das Losglück nicht getroffen hat, konnte ich den Startplatz von Anna übernehmen und darf nun doch beim Ötztaler Radmarathon mitspielen. Freue mich sehr auf dieses Rennen, nachdem mein Freund ja auch startet und dann auch noch eine liebe Freundin, die den Ötztaler sogar schon einmal gewonnen hat, ebenfalls mitstrampelt. Wird ein tolles Wochenende denke ich. Hoffe noch auf gutes Wetter. Meine angepeilte Zielzeit wäre so um die 10.30h … also, 2h hinter der Mona 🙂
PULSANSCHLAG

    04.09.2018

obige Zeilen schrob ich als Vorankündigung für den Ötztaler Radmarathon.
Damals wusste ich noch nicht, dass ich leider nicht top fit an den Start gehen konnte.
Durch einen doofen Unfall bei der RTF Erding, zog ich mir doch Prellungen zu und eine Verletzung am Handgelenk.

    Startnummer 4079

Vermutlich nicht wirklich clever, das „Hawaii“ der Radfahrer mit Rippenprellungen und einem kaputten Handgelenk zu starten … aber „Frau Triathletin“ mit ihrem Sturschädel dachte nicht mal wirklich daran, das Rennen abzusagen.
Schnell musste ich allerdings spüren, dass man zwei Stündchen Spinning täglich, nicht als Maßstab für den ersten Anstieg zum Kühtai vergleichen darf. Mein Pulsmesser war pauschal im Körper mit eingebaut. Ab Herzfrequenz 156 hatte ich das Gefühl mein Brustkorb erdrückt mich und es fühlte sich an, als ob jede einzelne Rippe aus meinem Skelett schoß.
Also, Plan B, … Herzfrequenz nicht höher als 150 … Was für mich auch Bergab relativ schwer war, dies zu halten, da ich ja mittlerweile, so mit dem „Alter“, ein richtiger Abfahrschisser geworden bin. Im Kopf hatte ich für mich eine Zielzeit von 10:30h, was ich nicht einhalten konnte. Meine Fahrzeit auf der Strecke war 10:48h. Die Zeit von meinem Garmin (der noch den Autostop drin hatte … lach … Tja, Triathleten steigen normalerweise nicht ab, um Essen zu fassen und Getränke aufzufüllen) war 10:04h. Ist Blondie mal 45min. auch noch „rumgestanden“. Wettertechnisch hatten wir übrigens alles dabei. Sonne, leider zu wenig, viel Wind, viel Regen und Hurra, meinen ersten Schnee in der Wintersaison 2018/2019

Nicht vorstellbar, aber ich habe mich über dieses Finish so gefreut, dass Tränen geflossen sind. Tränen der Freude, meinen Körper doch so sehr unter Kontrolle zu haben, um über die Ziellinie zu rollen.

Beim letzten kurzen Anstieg vor Sölden, sagte ich zu einem anderen Teilnehmer,… 1x im Leben muss man einen Baum pflanzen und den Ötztaler fahren.
Er meinte dann ganz trocken, vergiss das mit dem Baum, ich glaube spätestens in 14 Tagen fieberst du schon wieder auf die Anmeldung für den Radmarathon.
… Was soll ich dazu sagen, … er hatte nicht Recht, … denke es hat nicht mal 14h gedauert. 🙂

Mega stolz bin ich aber auf meinen Freund. Max kam gut 2h vor mir ins Ziel und sah so frisch und munter aus, als ob er gar nicht gefahren wäre.
In meiner Altersklasse Donna Master 1 wurde meine Freundin Monika Dietl 3. Frau – (gesamt 5. Frau) mit 8:47h … Meinen höchsten Respekt auch an dieser Stelle für diese Leistung! Für mich, selbst top fit, gesund und ausgeruht einfach unvorstellbar.

Nun versuche ich erst mal in meinem „Wettkampfleben“ das Tempo raus zu nehmen, um bald wieder schmerzfrei durch die Gegend ballern zu können.
dingdidldingdungding

anbei der Link zu den Ergebnissen:

Ergebnisse Ötztaler Radmarathon

Startzeit 6:50.03,4
Zielzeit 17:38.18,0
Fahrzeit 10:48.14,6
Durchschnitt 21,047 km/h
Rang Gesamt 61.
Rang Kategorie 26.

Tag nach dem Ötzi schob mich Max noch auf den Rettenbachgletscher (zum Ausradeln 😉 )